Beckenschmerzen nach der Geburt
Beckenschmerzen nach der Geburt: Ursachen und physiotherapeutische Untersuchung
Wo der Beckenschmerz sitzt und wie er mit Alltagsbewegungen zusammenhängt
Der Schmerz kann in der Leiste, vorne am Becken, rund um die Hüfte, im unteren Rücken oder am Steißbein zu spüren sein. Die Physiotherapeutin beurteilt, wie sich der Schmerz bei Aktivitäten wie Gehen, Treppensteigen, Umdrehen im Bett und Tragen des Babys verändert. So richtet sich der Rehabilitationsplan nicht nur auf die schmerzende Stelle, sondern auch auf die Bewegungen, die Ihnen im Alltag schwerfallen.
Untersuchung von Muskel-, Gelenk- und Beckenbodenfunktion
Bei der Untersuchung werden Kraft, Koordination und Entspannungsfähigkeit der Rumpf-, Hüft- und Beckenbodenmuskulatur betrachtet. Es wird geprüft, wie Becken und Rumpf die Last bei Bewegungen verteilen; eine Beckenbodenuntersuchung erfolgt entsprechend Ihren Beschwerden und mit Ihrer Einwilligung. Auch die Art der Geburt, Geburtsverletzungen und der Heilungsverlauf fließen in die Untersuchung ein.
Individuelle Rehabilitation bei Beckenschmerzen
Der Physiotherapieplan umfasst Übungen, die Ihre Belastbarkeit bei Bewegungen steigern, Alltagsaktivitäten anpassen und die Koordination von Rumpf, Hüfte und Beckenboden verbessern. Art und Schwierigkeit der Übungen werden schrittweise an Ihre Beschwerden angepasst. Bei Beckengürtelschmerzen gehört die physiotherapeutische Untersuchung zu den in klinischen Leitlinien genannten Ansätzen.
Häufig und gut behandelbar
Eine Übersichtsarbeit aus drei Studien zu Beckengürtelschmerzen, die in der Schwangerschaft begonnen hatten, berichtet, dass etwa jede dritte betroffene Frau auch 3 Monate nach der Geburt noch Beschwerden hatte; bei etwa 9 von 100 Frauen bestanden die Schmerzen noch nach 2 Jahren.
"Wenn ich mein Baby trage, spüre ich Druck vorne am Becken."
"Wenn ich spazieren gehe, schmerzen meine Hüfte und mein Steißbein."
"Beim Umdrehen im Bett bekomme ich Leistenschmerzen."
Beckenschmerzen nach der Geburt FAQ
Autorin: Tuğçe Atalay, Physiotherapeutin
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Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei Beschwerden an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt und Ihre Physiotherapeutin bzw. Ihren Physiotherapeuten.