Schmerzen beim Sex nach der Geburt
Schmerzen beim Sex nach der Geburt: Mögliche Ursachen und physiotherapeutische Unterstützung
Wo und wie der Schmerz auftritt
Der Schmerz kann am Scheideneingang, an der Dammnarbe oder tiefer gespürt werden und wird als Brennen, Stechen, Ziehen oder Verkrampfen beschrieben. Die Physiotherapeutin versucht zu verstehen, bei welcher Berührung, Position oder Bewegung der Schmerz beginnt und was ihn verstärkt oder lindert. Diese Informationen bestimmen den Rehabilitationsansatz.
Entspannung und Koordination der Beckenbodenmuskulatur
Beim Geschlechtsverkehr ist es wichtig, dass die Beckenbodenmuskulatur nicht nur anspannen, sondern sich bei Bedarf auch entspannen kann. Bei der Untersuchung werden Atmung, Muskelwahrnehmung, Entspannungsfähigkeit und die Koordination mit Bewegung betrachtet. Ist die Muskulatur empfindlich oder angespannt, sollten Kräftigungsübungen nicht der erste Schritt sein.
Dammnarbe und Rückkehr zu schmerzfreier Nähe
Bleibt nach einem Dammriss oder Dammschnitt eine Empfindlichkeit oder Spannung an der Narbe zurück, wird die Beweglichkeit dieses Bereichs nach der Wundheilung beurteilt. Je nach Bedarf werden Narbenarbeit, Entspannung und schrittweise Berührung geplant. Ziel ist nicht, trotz Schmerzen weiterzumachen, sondern Sie dabei zu unterstützen, in einem Tempo, in dem Sie sich sicher fühlen, wieder zu Nähe zu finden.
Häufig und gut behandelbar
In einer Übersichtsarbeit aus 22 Studien wurden Schmerzen beim Geschlechtsverkehr 2–6 Monate nach der Geburt bei etwa 43 von 100 Frauen berichtet, 6–12 Monate nach der Geburt bei 22.
"Seit der Geburt spüre ich beim Sex ein Brennen am Scheideneingang."
"Die Stelle, an der meine Dammnaht war, schmerzt bei Berührung."
"In der Stillzeit haben Trockenheit und Reibungsgefühl zugenommen."
Schmerzen beim Sex nach der Geburt FAQ
Autorin: Tuğçe Atalay, Physiotherapeutin
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Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei Beschwerden an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt und Ihre Physiotherapeutin bzw. Ihren Physiotherapeuten.