Anismus
Anismus: ein Kontrollproblem des Beckenbodens
Welche Symptome hat Anismus?
Anismus äußert sich meist durch ein „Gefühl unvollständiger Entleerung“, lange Toilettensitzungen beim Stuhlgang sowie Druck und Blähungen im Bauch. Manche Betroffene gehen häufig zur Toilette, ohne dass sich der Darm vollständig entleert.
Welche Ursachen und Mechanismen stecken hinter Anismus?
Unwillkürliches Anspannen der Beckenbodenmuskulatur, Stress, ungünstige Toilettengewohnheiten oder frühere Traumata können zur Entstehung von Anismus beitragen. Tatsächlich betrifft das Problem nicht nur den Darm, sondern eine gestörte Koordination zwischen Nervensystem, Atmung und Beckenboden.
Hilft Beckenbodenphysiotherapie bei Anismus?
Anismus sollte nicht nur durch Entspannen der Muskulatur behandelt werden, sondern durch funktionelles Beckenbodentraining, Körperwahrnehmung, das Erlernen des richtigen Pressens, Biofeedback, Manuelle Therapie und Atemübungen. So wird die Darmentleerung natürlicher und angenehmer. Ziel der Behandlung ist es nicht nur, die Symptome zu lindern, sondern Ihre Toilettengewohnheiten, die Verbindung zwischen Körper und Geist und Ihr Wohlbefinden im Alltag dauerhaft zu verbessern.
Häufig und gut behandelbar
Studien zeigen, dass Anismus bei 25–50 % der Patientinnen und Patienten mit chronischer Verstopfung vorkommt.
"Ich gehe zur Toilette, habe aber nie das Gefühl, vollständig entleert zu sein."
"Selbst wenn ich Medikamente gegen Verstopfung nehme, fühle ich mich nie richtig erleichtert."
"Sogar nach dem Stuhlgang habe ich das Bedürfnis, noch einmal zur Toilette zu gehen."
Autorin: Tuğçe Atalay, Fachphysiotherapeutin
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Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich bei Beschwerden an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und Ihre Physiotherapeutin oder Ihren Physiotherapeuten.


