Beckenbodenrehabilitation

Beckenbodenrehabilitation

Beckenbodenfunktionsstörungen umfassen viele verschiedene Beschwerdebilder, etwa Harninkontinenz, häufigen Harndrang, plötzlichen Drang, Stuhlinkontinenz, chronische Verstopfung, Stuhlentleerung nur mit starkem Pressen, Beckenschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Vaginismus, erektile Dysfunktion und Probleme nach einer Prostata-Operation. Ziel der Beckenbodenrehabilitation ist es, dass Betroffene ihre Beckenbodenmuskulatur im richtigen Moment anspannen und entspannen können und dass sie im Einklang mit dem übrigen Körper arbeitet. Dieser Ansatz eignet sich für Frauen, Männer und Kinder und bietet wirksame Unterstützung in einem breiten Spektrum – von der Rückbildung nach der Geburt bis zu chronischen Beckenschmerzen, von Darm- und Blasenproblemen bis zu sexuellen Funktionsstörungen. Er kann zudem vorbeugend eingesetzt werden, nicht nur bei Beschwerden, sondern auch für Menschen, die ihre Beckenbodengesundheit erhalten und ihre Körperwahrnehmung verbessern möchten.
Tuğçe Atalay

Beckenbodenrehabilitation

Was ist Beckenbodenrehabilitation?

Die Beckenbodenrehabilitation ist ein physiotherapeutischer Ansatz, der bei Problemen wie Harn- und Stuhlinkontinenz, Verstopfung, sexuellen Funktionsstörungen und Beckenschmerzen darauf abzielt, dass die Beckenbodenmuskulatur wieder richtig arbeitet.

Wie läuft eine Beckenbodenrehabilitation ab?

Die Rehabilitation beginnt mit einer ausführlichen Untersuchung und wird individuell geplant. Übungen, Atemarbeit, Manuelle Therapie und bei Bedarf Biofeedback werden kombiniert. Während der gesamten Behandlung wird die Körperwahrnehmung gestärkt, um eine dauerhafte Besserung zu erreichen.

Für wen eignet sich eine Beckenbodenrehabilitation?

Eine Beckenbodenrehabilitation kann bei Harninkontinenz, Verstopfung, chronischen Beckenschmerzen, sexuellen Funktionsstörungen, neurogener Blase sowie in der Rückbildungsphase nach der Geburt eingesetzt werden. Sie eignet sich für Frauen, Männer und Kinder und ist hilfreich für alle, die Beschwerden haben oder sich vorbeugend unterstützen lassen möchten.

Häufig und gut behandelbar

Wissenschaftlichen Studien zufolge kann Beckenbodentraining die Beschwerden, insbesondere bei Harninkontinenz, um 50–70 % verbessern.

"Ich muss ständig nach einer Toilette suchen, schon das Ausgehen ist stressig geworden."
"Beim Geschlechtsverkehr habe ich sehr starke Schmerzen."
"Auch nach dem Stuhlgang habe ich das Gefühl, dass mein Darm nicht ganz leer ist."

Beckenbodenrehabilitation FAQ

Die Beckenbodenmuskulatur ist eine Muskelgruppe am Boden des Beckens, die Blase, Darm und Geschlechtsorgane stützt. Sie spielt eine wichtige Rolle für die Kontrolle von Harn und Stuhl, die Sexualfunktion und die Stabilität des Körpers. Ein gesunder Beckenboden muss sich im richtigen Moment anspannen und bei Bedarf auch entspannen können.

Die Beckenbodenrehabilitation ist ein physiotherapeutischer Ansatz, der die richtige Funktion der Beckenbodenmuskulatur wiederherstellen soll. Dabei werden nicht nur die Muskelkraft, sondern auch die Koordination, die Entspannungsfähigkeit und die Körperwahrnehmung verbessert.

Sie kann bei Harninkontinenz, Bettnässen, neurogener Blase, häufigem Harndrang, Verstopfung, Stuhlinkontinenz, Beckenschmerzen und sexuellen Funktionsstörungen eingesetzt werden. Sie eignet sich für Frauen, Männer und Kinder. Auch in der Rückbildungsphase nach der Geburt oder zum Erhalt der Beckenbodengesundheit ist sie eine gute Wahl.

Die Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Untersuchung und wird individuell geplant. Übungen, Techniken der Manuellen Therapie, Atemarbeit und bei Bedarf Biofeedback werden kombiniert. Ziel ist, dass die Muskulatur im Alltag richtig und ausgewogen arbeitet.

Nicht immer. Beckenbodenprobleme entstehen nicht nur durch Muskelschwäche – bei manchen Menschen ist die Muskulatur bereits zu stark angespannt oder arbeitet falsch. Deshalb sind Kegel-Übungen (Beckenbodentraining) nicht für jeden geeignet und können die Beschwerden bei falscher Ausführung verstärken. Die richtigen Übungen lassen sich erst nach einer gründlichen Untersuchung festlegen.

Nein. Die Anwendungen verlaufen in der Regel angenehm und kontrolliert. Ziel ist nicht, den Körper zu überfordern, sondern der Muskulatur die richtige Arbeitsweise neu beizubringen.

Ja. Auch Männer haben eine Beckenbodenmuskulatur! Bei Männern ist sie eine wirksame Behandlung, vor allem bei Harninkontinenz nach einer Prostata-Operation, bei Beckenschmerzen und sexuellen Funktionsstörungen.

Allgemeine Übungen sind möglich, doch die Beckenbodenmuskulatur lässt sich nur schwer richtig wahrnehmen. Falsch ausgeführte Übungen helfen unter Umständen nicht oder verstärken die Beschwerden sogar. Deshalb ist zu Beginn eine fachliche Untersuchung empfehlenswert.

Am besten so früh wie möglich, sobald Beschwerden auftreten. Nach der Geburt oder in Risikosituationen kann sie auch vorbeugend eingesetzt werden.

Manche leichten Beschwerden können sich bessern. Da der zugrunde liegende Mechanismus aber oft bestehen bleibt, können die Beschwerden wiederkehren oder chronisch werden. Deshalb ist eine Untersuchung wichtig.

Tuğçe Atalay

Autorin: , Fachphysiotherapeutin

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Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich bei Beschwerden an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und Ihre Physiotherapeutin oder Ihren Physiotherapeuten.

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